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Schlaf des Glücks

Die müden Äuglein fallen zu
Der Horizont bricht neue Dämme
Rauschende Bilder gleich dem Strom,
Der einst hat verstört die Sinne

Je mehr Träume verlockend erblühen,
Desto weniger wirkt die Wirklichkeit
Ob Tag, ob Nacht, regiert die müde
Stille, die jedem will nehmen die Freiheit

Schrille Paukenschläge hören sie nicht
Schlafwandelnd auf ihrer gleichen Reise
Im Spiel des Lebens, jenseits des Lichts
Laut beigetreten und nun für immer leise

Der Schlaf des Glücks verführt die Massen
Doch auf der Flucht sind sie die gefährliche Einheit
Wandelnd durch die schrumpfenden Gassen
Beschütze ich den Schatz meines Glücks, die Eigenheit

© Administrator dieses Blogs

Das Geschenk des Lebens

Spätestens heute wäre es an der Zeit
Dir dafür zu danken, dass es dich gibt
Du bist diejenige, die uns stets befreit
Scheust keine Kosten, nur weil du uns liebst

Ich weiß, ich habe nicht viel zu bieten
Denn alles, was ich habe, gehört nicht mir
Nur durch dich bin ich heute erschienen
Denn mein wertvolles Leben verdanke ich dir

Das teuerste Geschenk ist zu wenig für dich
Denn, was du mir schenktest, kann ich nicht geben
Ich kenne meine Fehler und ergebe mich
Denn du erinnerst, warum ich verdiene zu leben

Drum möchte ich dir ein paar meiner Worte schenken
Und hoffe, dass du sie wirklich empfängst
Möchte zeigen, dass ich nicht ohne dich leben könnte
Bitte versprich mir, dass du uns nie verlässt

© Administrator dieses Blogs

Der treibende Taucher

Die wiederholte Feier der Bestätigung
Wird dir vor Augen der Restlichen gewidmet
Gefordert wird deine eigene Festigung
Des Glaubens, mit dem du wurdest beschüttet

Bestätigung erlangst du in vielerlei Sicht
Auch ohne dich an die Ursachen zu binden
Sicherheit, Mehrheit und Höflichkeit für dich
Schließlich wollen und dürfen sie wieder schwinden

Wer fragt noch nach den Gründen der Überwindung?
Jeder kennt sie, doch sie werden ebenso versteckt
Berichte doch von deiner heutigen heiligen Empfindung
Ich nehme es dir nicht übel, denn ich habe sie bereits befleckt

Weißt du? Auch wenn du es trotzdem verneinst
Das Wesen hinter dir gönnt dir den nichtigen Tag
Auch wenn wir alle sind gegen unseren Willen vereint
Wer weiß, ob der Hut in unserer Obhut oblag?

© Administrator dieses Blogs

Ausbruch zum Aufbruch

Der innere Druck hört nicht auf zu quälen
Etwas geschieht, doch ich weiß nicht was
Ich hatte nicht die geringste Chance zu wählen
Bitte verzeiht mir, für das, was ich überlas
 
Indem ihr nichts tun wollt, geht ihr zu weit
Ich will keine Hilfe, ich wünsche Verständnis
Ich will einfach nur sein, aber in meiner Zeit
Es gibt nichts Höheres, als mein Geständnis

Erwartet nicht, dass ich bin, wen ihr kennt
Mein Ziel ist mich selbst kennenzulernen
Einst wurde ich ausgeliefert und getrennt
Um mich schließlich für euch zu entfernen

Was ist schon anders, normal und besonders
Die Rolle wechselst von Schicht zu Sicht
Was ich bin, kann sagen kein einzig‘ Vers
Doch wissen, will ich es heute nicht

© Administrator dieses Blogs

Über die Kunst des Schreibens

Jenseits von Wissen und Unwissen
Geschriebenes wurde geschrieben
Und was die Einen werden vermissen
Zeigt die Anderen; wie sie sind beschrieben

In der Regel wird mein Unwissen verpackt
Und unwissend als intellektuell verkauft
Doch von Gleichgesinnten wird es ertappt
Solcher bekennt, indem er gutmütig schnauft

Denn dieser weiß, worin ich blühe
Worin die Worte sich entfalten
Zu dem einem ewig singendem Glühen
Welches zeigt die tiefsten zwei Spalten

Die Kunst, nach der so viele streben
Ist nicht sich gewählt auszudrücken
Sondern die wahre Kunst der Wenigen
Ist das Gewählte als richtig zu berichtigen

© Administrator dieses Blogs

Warum war um

Die Frage, wozu ich dennoch tu
Was zur Zeit nur in mir ruht
Ich warte auf den ersehnten Moment
An dem ich bin mein eigen‘ Klient

Ob in Worten oder Tönen
Will doch stets beide versöhnen
Mal ist das Eine dominant
Da scheint das Andre‘ erst prägnant

Die Wahl wurde mir entrissen
Werde bald etwas vermissen
Außer wenn ihr mich befreit
Nachfrage nach der Frage schneit

Doch letztlich tu ich dies für mich
Und offenbare auch für dich
Was du in dir sehen kannst
Oder Spuren unsichtbaren Bands

© Administrator dieses Blogs

Ohne Namen

Weißt du? Ich…
Nein, du kennst mich
Doch ich mich nicht
Nur dein Gesicht

Ist es Zeit? Zeit zu…
Du weißt nicht wozu
Ohne dein Zutun
Wo wäre ich nun?

Weißt du noch? Als…
Vergiss es bestenfalls
Stumm war mein Hals
So rede doch, wie damals

Ich war es, der scheiterte an Geduld
Ich war es, der missachtete die Huld
Ich bin es, der steuert gegen Abgrund
Verzeih mir, dich trifft keine Schuld

© Administrator dieses Blogs

Nacht der Roten

Sobald das Dunkel schluckt den Tag
Entfachen die Feuer, die ewig gebrannt
Erfasst wurden die Reiter des Hags
Unschuldig auf gescheiterte Haufen verbannt

Statt um die reinen Roten zu trauern
Wird deren Verfolgung verfolgt gefeiert
Die Verfahren konnten bis heute andauern
Doch heute Nacht wird dies verschleiert

Eine weitere Welle der Roten greift an
Krawalle werden für Chaos sorgen
Zwei Fronten halten in ihrem Bann
Die Meinung wird in Wehr verborgen

Die Nacht des Zwiespalts war den Roten
Und sie ist es, was zeigt der Verlauf
Gehören würde ich zu den Toten
Doch heute bin ich stolz darauf

© Administrator dieses Blogs

Kampf der Nacht

Jegliche Handlungen sind legitim
Ausgeschlossen werden die meinen
Der Wille wird vom Staat regiert
Lässt nicht Leben und Kunst vereinen

Worte sind von Schönheit getränkt
Doch sind zu unschön für den Lohn
Musik, die tiefste Gefühle bekennt
Wird nur betrachtet mit höflichem Hohn

Ein Leben ohne wahrhaftig zu leben
Das ist die Form, in die wir werden gepresst
Ich habe den Kampf nicht aufgegeben
Unter der Sonne, auf ewig durchnässt

Doch auch die Kunst lebt von den Zeugen
Mir zum Stolz, doch heut‘ für Profit
So werde ich mich weiterhin beugen
Um mich zu zeigen und woran es mir liegt

© Administrator dieses Blogs